In einer amerikanischen Publikation unter dem Titel "19 Gifts of the Spirit" erzählt der Leiter einer bibelgläubigen Gemeinde in Illinois USA von der realen Umsetzung des Textes in Matthäus 17, 20: "Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berge sprechen: Hebe dich von hier weg dorthin! Und er würde sich hinweg heben, und nichts würde euch unmöglich sein."
Auch diese Gemeinde hatte "ihren Berg", der ihr unüberwindlich schien. Auf einem mühsam erworbenen Grundstück hatten die Gläubigen, meist in Eigenhilfe, ein neues Gemeindehaus erstellt. Als alles soweit fertig war, kam eines Tages die örtliche Baubehörde und machte der Gemeinde die amtliche Auflage, zusätzlich noch ausreichende Parkmöglichkeiten zu schaffen. Ansonsten, so die Behörde, könne die Genehmigung zur Inbetriebnahme des Gemeindehauses nicht erteilt werden.

Hier ergab sich nun für diese kleine Gemeinde ein echtes Problem, denn auf dem einzig verbliebenen Gelände hinter dem Gemeindehaus erhob sich eine 2 Meter hohe steile Felsenwand. Genau sie versperrte den erforderlichen Platz. Wie sollte man diesen Berg nur "weg heben"? Es war völlig unmöglich. Dazu waren unbedingt moderne und technisch aufwendige Maschinen erforderlich gewesen. Außerdem wäre all dies auch viel zu kostspielig. Durch den Bau des Gotteshauses waren die Finanzen der Gemeinde völlig aufgebraucht, ja sie stand bei der Bank sogar "in der Kreide". Was tun?
An einem Mittwochabend, in der Gebetsstunde, machte der Pastor den Vorschlag, den "Berg einfach wegzubeten". Er schlug seine Bibel auf, suchte nach der Aussage im Matthäusevangelium, Kapitel 17, Vers 20, und las den Text mehrmals laut vor. Dann sagte er: "Wir werden nunmehr alle zusammen im Glauben an die Wahrhaftigkeit dieser Verheißung darum bitten, dass der Herr den Berg hinter unserer Kirche wegnehmen möge. Ich weiß zwar nicht, wie das geschehen soll, aber in der Bibel finden wir noch viel größere Wunder, die der Herr geschehen ließ." So beteten sie dann in kindlichem Vertrauen auf Gottes untrügliches Wort.
Am nächsten Morgen klingelte schon sehr früh im Büro des Pastors das Telefon. Am anderen Ende der Leitung meldete sich der Geschäftsführer einer bekannten und renommierten Firma, die beabsichtigte, ein neues Verwaltungsgebäude zu erstellen. Allerdings hatten sie dabei ein Problem. Da das Baugelände zum Teil sumpfig sei, würden sie ein ganz spezielles Füllmaterial benötigen. Nun hatten ihre Experten festgestellt, dass der "Gemeinde-Berg" in seiner geologischen Zusammensetzung genau die Substanzen aufweisen würde, die man bei ihnen benötige.
Es waren noch keine zwei Wochen vergangen, da rückte eines Morgens eine Kolonne gewaltiger Baumaschinen an, und im Laufe weniger Tage war der "Berg" hinter der Kirche vollständig abgetragen. 35.000 cbm Geröll waren bewegt worden. Das Gelände war somit eingeebnet, und die Firma zahlte der Gemeinde obendrein noch ca. 6.000 Dollar für das Material. Der Berg war weg, und die Gemeinde hatte den Platz für die Parkplätze. Wir dürfen immer dann Großes von Gott erwarten, wenn wir daran glauben, dass er aus unseren Verlegenheiten seine Gelegenheiten machen wird.

Aus "Wunderbar sind Gottes Wege" von Kurt Quadflieg
 

Der versetzte Berg

Der versetzte Berg