Predigt in Bielefeld am Sonntag, 29.05.2005, 10 Uhr, Markus Merk
“Unsere Gemeinde - Tempel oder Ruine?”
1. Der alttestamentliche Tempel ist das neutestamentliche geistliche Haus
- Frage: was haben wir mit einem Tempel zu tun?
- Tempel doch nur zur Zeit d. AT?!
- aber wir in Zeit d. NT, und uns ist wichtig, daß Gott sagt: ich wohne
nicht in Häusern, die mit Händen gemacht sind!! und hat Jesus nicht gesagt,
daß man Gott überall anb. kann??? Joh 5
- Eph 2, 19-21: dort wird den Nichtjuden, die gläubig wurden, erklärt, daß
obw. sie keine Juden sind, sie aber trotzdem dazu gehören zum Hause Gottes!
- dennoch: ist hier von einem "Bau" die Rede, der aus den Leuten selbst
besteht, die gemeinsam einen "heiligen Tempel" bilden!
- der Tempel d. AT, der mit Händen gemacht wurde, wird verglichen mit dem
geistl. Haus, hier gibt es eine Parallele!
- geistl. Gesetz: das, was in meinem Herzen ist, muß sich im Leben sichtbar
und praktisch zeigen! - 1Joh 4, 20
- d.h. unser geistl. Tempel muß am äußeren Arbeiten und Geben unseres Hauses
auswirken
2. Wie gingen die Israeliten mit dem Tempel um?
- im Alten Testament ließ der Zustand des Hauses Gottes (Tempel) immer
darauf schließen, wie es dem Volk geistlich ging
- das Volk Israel ging durch unterschiedliche Bau-Phasen, hochinteressant:
- ERSTE Phase: Mose baute die Stiftshütte. Wovon? von einer Opfergabe: 2Mo
25, 1-9!
== Parallele zu uns: nach der Erweckung 1955 in Bielefeld (Hermann Zaiss,
10.-12.02.1955), bestand die Gemeinde nur, weil Menschen opferten: sie
öffneten ihre Wohnzimmer, gaben Zeit, Energie und Geld (Folie von der
Versammlung 1955 in Bielefeld zeigen, 2000 Leute!)
- ZWEITE Phase: 1Chr 29, 1-14: Bau des Tempels. wovon? David als König fing
an, zu geben, dann die Bereichs- und Gruppenleiter, dann gab auch das Volk,
ohne speziellen Appell! - d.h. die Leiter müssen mit gutem Beispiel
vorangehen!
== Parallele zu uns: als unsere Gemeinde vor 26 Jahren hier in der
Turnerstraße baute, war innerhalb von wenigen Jahren alles fertig und es kam
so viel Geld zusammen, daß innerhalb weniger Jahre alle Schulden bezahlt
waren!! (Hinweis auf Fotos im Foyer von dem Gebäude vorher!, wer von Euch
war dabei?)
- DRITTE Phase - als Josia König wurde, war d. Tempel vergammelt! - 2Chr 34,
8ff: (...), es ist ganz norm., das renov. werden muß! - Vorraussetzung, daß
das möglich war: Geld und Arbeit!
- V. 12b-13: sogar die Leviten, die eigentlich für den Lobpreis zuständig
waren, packten mit an!!
- sie finden in der Mitte des Tempels "ein Buch", sie haben überhaupt keine
Ahnung von den Heiligen Schriften, der geistl. Zustand war horrend, weil im
Tempel nichts los war, es lief nichts!, keine Aktivitäten, keine
Verkündigung! ---> bei uns könnte mehr genutzt werden!
- VIERTE Phase - Hiskia öffnet den Tempel wieder, nachdem König Ahas ihn
verschlossen hatte, es war nötig, ihn auszubessern: 2Chr 29, 3, ---> in
unserem OG sind auch Türen, die schon lange zu sind! es muß was getan
werden!
- warum taten sie das? weil sie sicher waren, im Willen Gottes zu sein!
- warum tun wir das? wir könnten uns auch auf andere Gemeinden aufteilen,
und hier zumachen? wofür der Aufwand? Wir glauben, daß Gott unsere Gemeinde
ins Leben gerufen hat und daß er einen Plan mit und für uns hat!
3. Welche Rolle spielt unser Gemeindezentrum?
- Frage an uns: Spiegelt unser sichtbares Gebäude das geistliche Gebäude
wieder? - wenn wir wirklich ein geistlicher Tempel sind, ist es kein Probl.
auch den sichtbaren Bau zu regeln! - oder sind wir doch eine Ruine? - einige
sagen: der geistl. Zustand ist schlimm, wir könnten lange Diskussionen
führen, aber das brauchen wir nicht, wir können es auch ändern! wenn Du
merkst, daß Du nicht eingemauert bist, dann kannst Du das heute ändern!
- was ist dir die Gemeinde wert? wie gehen wir mit dem um, was Gott uns
anvertraut hat?
- dieses Gebäude ist das Erbe unserer Väter! die Leute haben hart gebuckelt!
- Zuhause arbeiten alle, wie sieht es denn hier aus?? - Haggai 1-2--> gute
Hausaufgabe!!!
- Gebäude ist nun mal der Mittelpunkt der Versammlungen bzw. der
Gemeinschaft!!
- Gebäude = Aushängeschild und auch Identifikation!
- Bsp.: Fremde: in welches Hotel würden wir denn gehen??? das Äußere ist
entscheiden, nicht die nette Art des Hoteliers! - wenn hier einer reinkommt:
Museum?
- Bezalel war von Gott begabt, Frage: viele sind begabt, bringst Du Begabung
ein??? 2Mo 31, 1-3
- Apg 2, 44: häufig als Grund für Kommunismus, keiner hatte Privatbesitz,
aber schon mal so gesehen: wir besitzen die Gemeinde gemeinsam! - jedem
gehört ein Stück, dafür ist jeder mitverantwortlich!
- Jer 33, 10-11 als Abschluß lesen