Predigt in Bielefeld am Sonntag, 14.08.2005, 10 Uhr, Hermann Langewitz
“Gemeinde und Evangelisation”
Mir geht es heute um Gemeinde und um Evangelisation.
Eine Gemeinde setzt sich aus Dir und mir zusammen, wenn wir uns zugehörig fühlen und dem einen wahren Hirten nachfolgen. Jesus sagte, ich bin der gute Hirte. Wenn Du und ich diesem Hirten, diesem Jesus Christus, nachfolgen, gehören wir zu dieser Gemeinde Jesu weltweit und diese setzt sich auch aus den einzelnen Gemeinden zusammen. Wenn Du Dich also zugehörig fühlst zu dieser Gemeinde hier in der Turnerstrasse und Du sprichst von der Gemeinde, dann meinst Du eben Dich selbst und jeden, der sich hier eingebunden weiß.
Die Gemeinde ist kein privater Klub
Die Gemeinde ist Missionsstation
Die Gemeinde ist Lazarett für Verwundete
Die Gemeinde ist die Küche, in der man gestärkt wird, um mit neuen Kräften auf dem Erntefeld anpacken zu können. Das Erntefeld liebe Gemeinde, ist nun mal die Welt, in der wir leben. Sie ist der Acker, der beackert werden muss.
Evangelisation – Verkündigung der frohen Botschaft von Jesus – Werbung für das ewige Leben.
Ich denke, es war in Schweden. Dort gab es ein Heim zur Rettung und Pflege schiffbrüchiger Leute. Dieses wurde von Leuten betrieben, die ein Herz für die Schiffbrüchigen hatte.
Bei der Ausstattung dieses Heimes wurde dafür gesorgt, dass Schiffbrüchigen geholfen werden konnte. Mit der Zeit jedoch verflachte der Gedanke der Rettung für Schiffbrüchige und man meinte, dass es schließlich an der Zeit sei, diesem Heim einen edleren Zweck zuzuführen, dass viel Geselligkeit nur unter den Clubmitgliedern stattfinden könne, und man vernachlässigte den Gedanken, Schiffbrüchigen zu helfen.
Es sei doch schließlich nicht zuzumuten, dass so Schiffbrüchige aufgenommen werden sollten. Wie sehen solche Leute denn nun schließlich aus. Diese von der stürmischen See ausgelaugten Leute zu beherbergen. Schaut Euch doch nur mal diese nassen Klamotten an, mit denen sie reingeschleppt werden.—Wir sind doch schließlich was Edleres. Solche Leute stören doch nur unseren Frieden. Ich will doch schließlich meine Ruhe haben.
Uns stört man doch nur in unserem edlen Beisammensein.
Nur ja nichts anpacken. Es könnte ja in Arbeit ausarten. Ich könnte mir meine Kleider ja schmutzig machen.
Ja, lasst die anderen mal machen, soll die Gemeinde das mal machen. So magst Du und ich es sagen, aber -- wir vergessen, dass wir die Gemeinde sind. Unsere Gemeinde setzt sich aus Dir und mir zusammen. Gemeinsam bilden wir Gemeinde.
Liebe Freunde, Liebe ist immer Tat und kein Getue.
Wir können uns viel über geistliche Dinge unterhalten. Jeden Sonntag lassen wir uns anpredigen – aber, wo bleibt unsere Tat?
Jesus sagte einmal: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter.
Wo ist unser Herz für die Verlorenen – die Schiffbrüchigen – die Gestrandeten? Ist es uns egal, was aus ihnen wird?
Jesus ruft einmal ein Wehe aus und sprach: Weh euch Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein, und die hinein wollen, lasst ihr nicht hineingehen.
Lassen wir den anderen, meinen Mitmenschen wirklich die frohe Botschaft zukommen, dass Jesus rettet und Jesus heilt und befreit aus Satans Bann? Wie soll mein nächster es denn wissen, wie man ins Himmelreich kommt, wenn ich es ihm nicht klar sage?
Rede Dich nicht raus und sage, der andere weiß ja schließlich, dass ich fromm bin und zur Gemeinde gehe und Du sagst ihm nicht, wie man errettet wird?
Du, ich werde daran erinnert, dass ich den ersten Samstag in diesem Monat zum Hühnerkauf nach Kaunitz gefahren bin, damit die älteren Hennen Zuwachs bekommen sollten. Unter anderem kaufte ich fünf Junghennen. Diese Junghennen mussten erst an den Stall gewöhnt werden. Schließlich und letzten Endes hatte ich diese Junghennen soweit erzogen, dass sie alleine die Hühnerleiter hochtippelten, um in den Stall alleine zu kommen.
Die Althühner waren schon alle im Stall und die Junghennen wollten in den Stall und konnten nicht. Ich fragte mich, was denn da los sei? Da saß nun eine alteingesessene Klubhenne hinter dem Eingang und pickte die Neuankömmlinge alle raus. Diese Henne hieß die Neuen nicht willkommen. Im Gegenteil, diese Neuen wurden nur lästig, weil man da vielleicht vom alt ein gesessenen Sitz hätte einen Teil abgeben müssen. Die Neuen wollten rein, aber sie konnten nicht, weil da so eine Klubhenne saß, die nichts anderes im Sinn hatte, durch ihre Keiferei den Eingang ins Haus zu verwehren.
In Matth. 23, Vers 13 sagte Jesus:
Er ruft ein Wehe aus und sprach: Weh euch Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein, und die hinein wollen, lasst ihr nicht hineingehen.
Liebe Gemeinde, die Hühner wissen es nicht besser.
Wir aber sollten es wissen.
Gott fordert uns auf, von den kleinen Tieren zu lernen – von Insekten, nämlich von Ameisen zu lernen:
6 Geh hin zur Ameise, du Fauler,[a] sieh ihre Wege an und werde weise!
7 Sie, die keinen Anführer[A], Aufseher und Gebieter hat,
8 sie bereitet im Sommer ihr Brot, sammelt in der Ernte ihre Nahrung.[a]
9 Bis wann, du Fauler, willst du noch liegen? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf?
10 Noch ein wenig Schlaf, noch ein wenig Schlummer, noch ein wenig Händefalten, um auszuruhen -
11 und schon kommt wie ein Landstreicher deine Armut und dein Mangel wie ein gewappneter Mann.
Liebe Gemeinde, wenn wir nicht verarmen wollen, dürfen wir in der Ernte nicht schlafen. Schlafen wir, wird uns die Armut überfallen.
Die Ameisen sorgen zuerst für ihre Brut, ein Ameisenvolk kann nur erhalten bleiben, wenn für die Brut gesorgt wird. Das bedeutet den Fortbestand des kleinen Volkes der Ameisen.
Gott sagt uns, dass wir von den Ameisen lernen sollen.
Eine Gemeinde, die sich nur um sich selbst dreht, hat keine Berechtigung, sich Gemeinde zu nennen. Sie wird veralten, vergreisen und – aussterben. Sie hat Evangelisation verlernt. Neue Kinder werden nicht mehr in das Reich Gottes geboren und somit auch nicht in die Gemeinde. Wenn das so ist --- dann Hilfe, wir sterben aus.
Gott kennt unsere Werke. Lasst uns nicht den Namen haben, dass wir leben und sind dennoch tot.
Lasst uns wach werden und das andere stärken, das sterben will. Lasst uns Lebensretter sein.
Deshalb, liebe Gemeinde, sitzen wir dabei und renovieren unser Gebäude, damit wir Raum schaffen, nicht nur für uns selbst, sondern für die, die hineinkommen wollen. Die neuen sollen sich hier zuhause fühlen. Sie sollen die Nestwärme spüren. Sie sollen Deine und meine Wärme spüren.
Nehmen wir uns Zeit für den Nächsten? Hast Du Zeit zu einem Plausch nach dem Gottesdienst oder lockt Dich der Sonntagsbraten mehr als die glühende Retterliebe zu den Verlorenen? Haben wir ein freundliches Wort für den Nächsten? Sind wir gastfreundlich?
Gehen wir mit dem Nächsten tatsächlich zwei Meilen, wenn er uns nur um eine Meile bittet?
Oder wird uns schon alles zuviel?
Kommen wir nur noch zum Gottesdienst, damit unser eigenes Ego hochgepäppelt wird und hören die Botschaft und handeln nicht danach?
Jesus sagte uns, dass er jedem von uns zumindest ein Pfund, mit dem wir wuchern sollen, gegeben hat. Wo setze ich mein mir von Gott anvertrautes Pfund ein?
Vergrabe ich es? Dann wehe mir. Ich werde dafür zur Rechenschaft gezogen.
Wenn ich nun so einer bin, der weiß, dass die glühende Retterliebe für die Verlorenen abhanden gekommen ist, wenn ich weiß, dass die erste Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen nicht mehr da ist, dann habe ich gute Botschaft für Dich. Höre gut zu:
Nachdem Jesus gekreuzigt und er sein Leben für uns hingegeben hatte und man ihn in ein Grab legte, stand er wieder auf von den Toten, so, wie er es zuvor sagte.
Nach seiner Auferstehung von den Toten erschien Jesus seinen Jüngern 40 Tage lang und redete mit Ihnen vom Reich Gottes und er zeigte sich Ihnen als der Lebendige durch viele Beweise.
Jetzt wusste er, dass Er zu seinem Vater und zu unserem Vater in den Himmeln auffahren würde. Es war Zeit, Abschied von seinen Jüngern zu nehmen.
Zu guter Letzt wollte Er seinen Jüngern, seiner Gemeinde, uns, mir und Dir noch etwas mitteilen. Hörst Du nicht seinen Herzschlag? Johannes lag immer an seiner Brust. Dieser Johannes hörte den Pulsschlag Gottes. Hörst Du diesen Pulsschlag Gottes
Etwas, was die Gemeinde nie überhören, nie vergessen sollte? Gottes Herz schlägt für eine sterbende Welt. Für die Verlorenen. Sein Herzschlag für die Verlorenen......bumm bumm bumm......... Sein Herzschlag für Dich..... bumm bumm bumm
Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.
Vor seiner Himmelfahrt gab er sein Vermächtnis an die Jünger und somit an uns und befahl:
Matth. 28, 18 bis 20
18 Und Jesus trat zu <ihnen> und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.
19 Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
20 und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.
Markus 15, 15 bis 20
Aussendung der Jünger - Himmelfahrt Jesu
15 Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!
16 Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden.
17 Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden,
18 werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.
19 Der Herr wurde nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes.
20 Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte.
Ein Evangelist wurde einmal gefragt, warum predigst Du immerzu: „Du musst von neuem geboren werden?“ Dessen Antwort: „Weil man von neuem geboren werden muss!“. Seine Botschaft wird immer lauten: Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ Markus 1,15
Es gibt einfach keine bessere Botschaft. Ein Evangelist zerbricht sich nicht den Kopf, was er predigen soll, er wird von innen heraus angetrieben, es allen Menschen zu sagen, dass sie eben errettet werden müssen, wenn sie in den Himmel kommen wollen.
Ein Evangelist wird von seiner Botschaft angetrieben, er ist kein Grübler. Das Evangelium und nur das Evangelium, diese freimachende, diese glückliche Botschaft zählt für ihn.
Eben, weil Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Dem Evangelisten geht es weder um Ruhm. Geld, Popularität noch um sein eigenes Leben.
In Psalm 68, 11 + 12 lesen wir: Gott, du labst die Elenden in Deiner Güte. Der Herr gibt ein Wort – der Freudenbotinnen – der Evangelistinnen.
Apg. 1,8
8 Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria[c] und bis an das Ende der Erde.
9 Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Blicken emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.
10 Und als sie gespannt zum Himmel schauten, wie er auffuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern bei ihnen,
11 die auch sprachen: Männer von Galiläa, was steht ihr und seht hinauf zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, wie ihr ihn habt hingehen sehen in den Himmel.
Wenn Du nun, lieber Zuhörer, Dich in dieser Predigt wiedergefunden hast und du sagen musst, ich bin so saft- und kraftlos. Mut zum Zeugnis habe ich nicht und an Liebe zu Gott und den Mitmenschen mangelt es mir, da gibt es einen Ausweg aus der Sackgasse:
Liefere Dich doch Gott ganz und gar aus. Denke daran, dass Jesus Christus uns lt. 1. Kor. 1 von Gott gemacht ist, wozu?
Zur Weisheit, zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung
Dieser Jesus hat uns verheißen, dass wir die Kraft des Heiligen Geistes empfangen werden, der auf uns kommen wird.
Wozu, damit wir seine Zeugen sein werden bis an das Ende der Erde. Zeuge zu sein ist ein Zustand und Zeugnis zu geben die logische Schlussfolgerung daraus.
Fehlt Dir die Kraft zur Evangelisation, zum Zeugnis.. dann werde voll Heiligen Geistes. Lass Dich von Jesus erfüllen mit Seinem Geist. Wurdest Du gesalbt mit Heiligem Geist, dann wohnt auch die Liebe Gottes in Dir, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist.
Leute, wir haben die Botschaft für eine ins Verderben gehende Welt. Wenn wir diese Salbung von oben haben, dann können wir mit Paulus einstimmen und sagen:
Römer 6, 14-21
14 Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir zu diesem Urteil gekommen sind[a], dass einer für alle gestorben ist <und> somit alle gestorben sind.
15 Und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben] und auferweckt worden ist.
16 Daher kennen wir von nun an niemand nach dem Fleisch; wenn wir Christus auch nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir <ihn> doch jetzt nicht mehr <so>.
17 Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
Der Dienst der Versöhnung
18 Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat,
19 <nämlich> dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat.
20 So sind wir nun Gesandte an Christi Statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Laßt euch versöhnen mit Gott!
21 Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm und durch IHN. Durch Jesus Christus.
Gott hat uns den Dienst der Versöhnung gegeben und hat jedes Kind Gottes zum Botschafter, zum Gesandten an Christi statt gemacht und sir sollen nun an Christi statt unsere Mitmenschen bitten: Laß Dich versöhnen mit Gott.
Wenn wir, liebe Gemeinde, den Pulsschlag Gottes vernommen haben, dann werden wir an die Hecken und Zäune gehen und einladen. Wenn dann Leute zu uns kommen, müssen sie bei uns Hilfe finden. Wenn sie sich bekehrt haben zum lendigen Glauben an Christus müssen sie weitergeführt und im Glauben auferbaut werden. Nur so werden sie zu echten Jüngern geformt.
Machet zu Jüngern..... Liebe Gemeinde, das ist ein Prozess.
Zwei gingen an dem am Boden liegenden Verwundeten vorüber. Vielleicht sogar mit frommen Entschuldigungen. Ein Pharisäer und ein Levit. Der Samariter war so ein Evangelist. Er betrieb Evangelisation. Er brachte ihn in eine Herberge. Gott sei Dank für all die Herbergen am Weg, die dafür offen sind, Verwundete aufzunehmen. Und Dank sei Gott für alle diejenigen, die eine Bürde für die Verlorenen haben, die hinausgehen und sich auf die Suche machen nach denen, die dem Satan zum Opfer gefallen sind. Eine Gemeinde-Herberge hätte ohne den Dienst des Samariter-Evangelisten nicht viel zu tun.
Liebe Geschwister, wir lesen in der Apg., dass all diejenigen, die mit der Kraft aus der Höhe angetan, wirklich Botschafter Christi wurden. Sie hielt nichts mehr zuhause. Überall erzählten sie von dem, was sie gehört, gesehen und erlebt hatten.
Sie gingen auf die Barrikaden für Jesus. Es hielt sie nichts mehr. Weder Drohungen der frommen Hotwolee noch das Schnauben des Bösen. Nichts hielt sie zurück von diesem Jesus zu zeugen. Ihn hatten sie schließlich erlebt und Seine Kraft hatten sie empfangen.
Sie wussten also, wovon sie redeten und zeugten.
Wir lesen von Zeichen und Wundern und von großen und mächtigen Taten. Wir lesen aber auch vom Tod des ersten Martyrers Stephanus.
Es etablierte sich eine richtig große Gemeinde. Alle Gemeindeglieder wären, würden sie noch heute leben, noch heute in Jerusalem und hätten sich vielleicht niemals um die noch nicht mit dem Evangelium, der frohen Botschaft von Jesus , erreichten Menschen gekümmert.
In Apg. 8 lesen wir etwas von der Stoßkraft der ersten Gemeinde.
Dort lesen wir:
An jenem Tag, als Stephanus gesteinigt war, erhob sich eine große Verfolgung über die Gemeinde in Jerusalem; außer den Aposteln zerstreuten sich alle in die Länder Judäa und Samarien.
Die nun zerstreut waren, zogen umher und predigten das Wort Gottes.
Philippus kam in die Hauptstadt Samariens und predigte ihnen von Christus.
6 Die Volksmengen achteten einmütig auf das, was von Philippus geredet wurde, indem sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat[a].
7 Denn von vielen, die unreine Geister hatten, fuhren sie aus, mit lauter Stimme schreiend; und viele Gelähmte und Lahme wurden geheilt.
8 Und es war große Freude in jener Stadt.
12, Als sie aber den Predigten des Philippus von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesus Christi glaubten, ließen sich taufen Männer und Frauen.
Der Pulsschlag Gottes für eine verlorene Welt war so groß, dass er diesem großen Club in Jerusalem, dieser Gemeinde mit mehr als 3000 Gläubigen, deftig einheizte. Er ließ Verfolgung zu. Zu welchen Zweck?
Auch Samaria sollte diese frohe Botschaft hören, denn mit den Leuten aus Samaria hätten die Gläubigen aus Jerusalem nicht viel zu tun haben wollen, weil sie ja mehr oder weniger nur als Halbjuden angesehen wurden.
Hörst Du Gottes Pulsschlag für die noch Unerreichten. Was sagte Jesus: Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, dort waren sie es schon In Samarien, dort wollten sie nicht hin und wurden dort hin getrieben Und bis an das Ende der Welt.
Solch ein Philippus möchte ich sein. Er war flexibel. Mitten aus der Erweckung in Samarien ruft ihn Gott durch einen Engel, der zu ihm redete: Steh auf und geh nach Süden auf die Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt und öde ist.
Philippus war so flexibel, denn es steht in der Apg. 8, dass Philippus aufstand und hinging zu dieser öden Straße. Sind auch wir wirklich bereit aufzustehen, wenn Er uns ruft? Gott fragt uns heute. Er fragt Dich und mich:
Wer will mein Bote sein, wen soll ich senden? Sind wir bereit?
Nicht nur, dass er Befehl bekam von einem Engel, nein, der Geist Gottes redete zu ihm und sagte: Siehst du dort den Wagen? Siehst Du den Mann dort sitzen?Halte dich an ihn. Es ist der Kämmerer aus Äthiopien, der gerade aus dem Jesaja liest und nicht weiß, wovon die Rede ist.
Philippus legte ihm die Schrift aus und nachdem er gläubig wurde, ließ dieser Kämmerer sich taufen.
Gott tut alles, damit auch derjenige, der da suchend ist, findet. Und der da anklopft, ihm aufgetan wird.
Sind wir solch ein Philippus mit solch einer brennenden Retterliebe und voller Erbarmen für all die Mühseligen und Beladenen?
Wenn uns die Liebe Gottes drängt, dann können wir nicht mehr still sitzen bleiben, sondern dann gehen wir auf die Barrikaden für Jesus und lieben unseren Nächsten, wie Christus uns geliebt hat.
Dann liebe Gemeinde, werden Zeichen und Wunder geschehen, Leute werden von neuem geboren und der Name Jesu wird hoch erhoben.
Amen