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"Petrus aber fing an und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so will ich hier drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine." (Mt. 17, 4)
Jesus hatte drei seiner Jünger (Petrus, Jakobus, Johannes) mit auf einen Berg genommen. Dort oben veränderte sich plötzlich seine Erscheinung: die Kleider wurden weiß und sein Gesicht strahlend hell. Die Jünger waren sicher verblüfft! Und das noch viel mehr, als plötzlich dort oben an Ort und Stelle keine Geringeren als Mose und Elia selbst "erschienen"!
Die Jünger beobachteten nun, wie die drei Männer sich miteinander unterhielten. Was ist das? Eine Totenauferstehung? Eine übernatürliche Existenz längst verstorbener Personen? Mose war derjenige, der Israel aus Ägypten geführt hatte und sie damit einen Riesenschritt weiter ihrer Verheißung (nämlich in einem eigenen Land leben zu dürfen), entgegenbrachte. Aber nur ein Stück. Mose war im Alten Testament eine Illustration dafür, was der Erlöser (der Messias) einmal tun würde, nämlich aus Knechtschaft befreien und in die Freiheit hineinführen. Elia war sicher einer der spektakulärsten Propheten des Alten Testamentes. Die Israeliten wussten ganz genau, dass irgendwann jemand kommen sollte, der wie Elia auftreten würde. Insofern sind beide Männer Zeichen der Erlösungsbedürftigkeit des Volkes Israels und sogar der ganzen Menschheit.
Jetzt, viele Jahrhunderte nach deren Wirkzeit ist der da, von dem sie zwar noch nicht viel wussten, aber letztlich darauf hingewirkt hatten. Indem Jesus auf diesem Berg mit diesen beiden Figuren zusammentrifft, schließt sich ein offener Kreis, etwas Unvollkommenes wird vollkommen. Dabei wissen wir nicht, ob die beiden Engel in Gestalt Moses und Elias' waren oder oder oder... Das müssen wir auch nicht unbedingt wissen. Wo das Wort Gottes schweigt, müssen wir auch schweigen. Entscheidend ist, dass Jesus vor seinen Jüngern und den historischen Persönlichkeiten von Gott bestätigt wird: "Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören" (V. 5b; vgl. Mt. 3, 17).
Für den forschen Juden Petrus dürfte dieses Erlebnis auf dem Berg ein kaum zu überbietender Höhepunkt seines Lebens gewesen sein: der Urheld Mose, das Phänomen Elia und schließlich sein Herr und Meister Jesus vereint! Das Zusammentreffen dieser Drei auf dem Berg war eine einzigartige Bestätigung für Jesus und damit auch für ihr eigenes Leben und ihren eigenen Glauben.
Kein Wunder schlägt Petrus vor, diesen Augenblick quasi einzufangen, indem man sich hier einfach häuslich niederlässt und diese erfüllte Zeit genießt. Petrus sagt zwar: "Willst Du....so will ich..." - aber man hat schon den Eindruck, dass Petrus sehr gerne wollte! Lässt Jesus eine Verlängerung dieser Erbauungszeit zu? Gibt Jesus Raum für eine ausgedehnte "Glaubenskonferenz"?
Noch bevor Petrus überhaupt hätte eine Antwort vernehmen können, wird die Antwort durch den Verlauf der weiteren Situation bereits gegeben: recht zügig ist die Zeit um, Jesus sagt ihnen: "Steht auf!" (V. 7) und schon geht es wieder bergab (hinunter ins Tal). Und kaum sind sie unten angekommen, ereilt sie eine Beschwerde eines erbosten Vaters, dessen Sohn die Jünger nicht imstande waren zu heilen (V. 15). Jesus reagiert darauf mit einer deutlichen Ansage an seine Jünger ("...du ungläubiges Geschlecht...", V. 17). -
Wagen wir doch neu, in den Alltag hineinzutreten, die damit verbundenen täglichen Herausforderungen anzunehmen. Zeiten geistlichen "Fluges" sind zwar hin und wieder nötig, aber kein Dauerzustand, sie können auch nicht festgehalten werden. Solange wir hier (noch) auf der Erde sind, geht es um unseren Alltag und dass wir darin konsequent für Jesus leben. "Fürchte Dich nicht" (V. 7b).
Euer Markus
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