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Liebe Freunde,

Die Kinder und ich (Adela) haben dieses Jahr meine Eltern in Surigao City besucht. Es war eine gesegnete Zeit alle Verwandte mal wieder zu sehen. Die Zusammenkunft war aus Anlass des einjährigen Todestages der Urgroßmutter und es kamen mehr als 200 Verwandte während unseres zweiwöchigen Aufenthalts. Eunike konnte es kaum glauben, dass sie so viele Verwandte hat. Manchmal war es unseren Kindern unangenehm und sie versteckten sich in ihrem Zimmer, wenn so eine große Menge an Onkeln, Tanten und Cousinen gleichzeitig auftauchten. Aber insgesamt waren sie glücklich so eine riesige Verwandtschaft zu haben.

Während wir weg waren lief die mehrwöchige Sommerbibelschule für Kinder in Bucana weiter. Die Kinder lernten viele christliche Themen und wurden tiefer in das Wort Gottes geführt. Es war eine Zeit der Freude und des Lernens für diese Kinder, die so etwas ganz besonders in Gottes Augen sind.

Wir sind dem Herrn dankbar, dass viele der Kinder in unserem Rette-ein-Kind Programm nun zur Schule gehen und diese erfolgreich bewältigen. Unsere Mitarbeiter helfen ihnen täglich mit den Herausforderungen in der Schule und geben ihnen Nachhilfe im Kinderzentrum. Außerdem erregt unsere Arbeit Aufmerksamkeit in der Stadt. Anfang August wurde ich durch eine Freundin eingeladen in einer Fernsehsendung des Senders ABS-CBN an einer Gesprächsrunde teilzunehmen.

Wir preisen den Herrn auch für einen neuen Anfang in Buhangin, Davao City. Nachdem wir in diese Gegend umgezogen waren, fingen wir an für einen Hauskreis unter den Meschen im benachbarten Tal zu beten, welcher innerhalb weniger Monate entstand. Diese Pionierarbeit in Buhangin trägt jetzt Frucht - die Family-Care-Group (Hauskreis) wird zur Pioniergemeinde; am 15.7. hatten wir den ersten Sonntagsgottesdienst mit unseren Geschwistern aus dem Tal.
 

Dies ist neben unserer Family-Care-Group Fellowship Gemeinde in Bucana nun unsere zweite Gemeinde in Davao City. Diese Gemeinde ist sehr Multi-kulturell; einige der Gottesdienstbesucher sind aus der Kilagan Volksgruppe, die zu den Unerreichten Moslemischen Völkern zählt. Bis jetzt sind die Gottesdienste noch in dem gemieteten Haus in dem wir zur Zeit wohnen.

Das Wort Gottes geht voran von der Stadt bis zu den Bergvölkern: Unsere Arbeit unter dem Mandaya Volk mit Pastor Romy und Arlyn bringt wachsende Frucht hervor. Tobias unser Besucher aus Bielefeld zusammen mit der Jugendgruppe aus Bucana und ich machten uns auf zu einer aufregenden Reise in ein Bergdorf an der Grenze der Provinzen Compostela Valley und Davao Oriental. Das Panansalan Gebiet hat mehr als ein duzend Dörfer, die tief in den Gebirgszügen versteckt schwierig mit dem Evangelium zu erreichen sind. Dies ist echtes Pionierland!

Warum sind diese Dörfer so schwierig zu erreichen? Erstens, sind sie im Regenwaldgebiet dieser beiden Provinzen, die nur durch eine schmale, kurvenreiche Schotterstraße für Holzfäller miteinander verbunden sind. Wir fuhren über gefährliche Gebirgspässe mit tiefen Schluchten beiderseits der Strosse. Oft musste ich die Augen schließen um diese tiefen Schluchten nicht zu sehen. Nur wenige Leute können es ertragen dort hinauf zu fahren.
Zweitens ist es eines der gefährlichsten Gebiete Mindanaos wegen der Kommunistischen Rebellen und Militäraktionen. Es ist ein Gebiet in Rebellenhand. Nur zwei Wochen vorher gab es erbarmungslose Kämpfe in denen viele auf beiden Seiten starben. Drittens ist es ein sehr unterentwickeltes, armes Gebiet in dem nur wenige Pastoren oder Evangelisten leben möchten.


 

 

Der Grund warum wir dort hinfuhren war nicht aus Abenteuerlust, obwohl ich zugeben muss, dass ich selbst mit über vierzig noch Abenteuer wie diese liebe! Der Anlass war, die Einsegnung des neugebauten Gemeindegebäudes. Das Grundstück wurde durch einen christlichen Stammesklanführer gespendet und das meiste Holz aus der Umgegend zur Verfügung gestellt. Dieser Klanführer möchte, dass wir auch in den anderen Dörfern die noch keine Gemeinde haben Gemeinden gründen. Dies ist nur der Anfang für die Arbeit von Light in Asia in dieser Region. Die Gemeindemitglieder fällten die Bäume und stellten die Grundstruktur des einfachen Gebäudes vor unserer Ankunft fertig. Wir spendeten das Material für das Blechdach. - Es ist ein so wunderschöner Ort, dass die meisten von uns unsere Müdigkeit vergaßen. Die Kulisse der Gemeinde sind all die umliegenden Bergketten. Der Ort ist 16 Kilometer entfernt von den berühmten 1000 Meter hohen Aliwagwag Wasserfällen, die sich in 84 Kaskaden wie eine Himmelsleiter ins Tal ergießen. Dort sollen die ersten Geschwister Ende August getauft werden.

Die Schönheit der Bergregion ist nichts im Vergleich zu der Hingabe der Geschwister, die mich unglaublich beeindruckt hat. Die Mitglieder müssen 10 bis 12 Kilometer zurücklegen um zum Gottesdienst zu gelangen. Sie gehen zu Fuß auf Trampelpfaden auf und ab um das Wort Gottes zu hören. Diese Geschwister bringen Licht in die finstere Atmosphäre dieser tiefen Schluchten. - Wie schön sind die Füße derer die diesen Menschen das Evangelium verkündigen. - Es war ein wunderbarer Eröffnungsgottesdienst in dem neuen Gebäude. Der Barangay Captain (Bezirksbürgermeister) welcher lange Zeit vom Glauben abgekommen war, kam an diesem Tag tief bewegt zurück zum Herrn. - Jesus gebührt alle Ehre!

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David übergab an diesem Tag sein Leben Jesus

Auf einem weiteren Einsatz am 16. Juli fuhren wir nach Bukidnon um die Matisalug Volksgruppe zu besuchen, in der eine unserer Mitarbeiterinnen, Elma, in Alphabetisierungsprogramm gestartet hat. Es ist zugleich ein wunderschöner Ort in den Bergen. Das Wetter ist viel kühler, vergleichbar mit Frühsommer in Deutschland. Elma dessen Ehemann auch ein Matisalug ist, startet dort eine Arbeit für 'Light in Asia - Stiftung Hope' in ihrer eigenen Volksgruppe. Die Matisalug haben dunkle Haut und die meisten haben lockige Haare. Sie leben in Dörfern in den Bergregionen an der Grenze von Davao und Bukidnon. Elma erreicht zehn Dörfer, von denen wir eines besuchten. Wir wanderten die glitschigen Pfade hinauf zum Dorf, welches etwa zweieinhalb Kilometer von der Hauptstraße entfernt liegt. Wir mussten auf unsere Schritte achten um nicht auszurutschen und in der Schlucht zu landen. Dort sprachen wir mit den Bewohnern, verschenkten Süßigkeiten an die Kinder und Medikamente an die Erwachsenen. Tobias ergriff die Gelegenheit ein kurzes Stück auf dem Pferd zu reiten. Auf unserem Rückweg nach Davao City hatten wir Zeitweise wegen dem dichten Nebel überhaupt keine Sicht mehr. Es war eine gesegnete Erfahrung die Matigsalug zu besuchen.


Gebetspunkte:

1. Für stärke in der Arbeit Gottes in der Stadt: Bucana, Buhangin und Toril und in den Bergen: Panansalan und Bukidnon

2. Für Gemeinderäumlichkeiten in Buhangin, Davao City und für einen Allrad Minibus (Kosten etwa €3.000,00) um die Bergregionen der Mandaya und Matisalog besser zu erreichen.

3. Gesundheit und Heilung von diversen Krankheiten, die unsere Familie oft angreifen

4. Für alle Kinder im Rette-ein-Kind Programm, dass sie weiter Gesund sind und an Gewicht zunehmen.

5. Für den Umzug von Christian's Vater und behinderter Schwester, die wir bei uns in Davao City aufnehmen werden um uns um sie zu kümmern.

Im Dienste unseres Herrn Jesus Christus,
Christian & Adela Wagner, Missionare
 

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