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September, 2008
Liebe Freunde und Geschwister,
zur Reiskrise: wir sind sehr dankbar für die Spenden im Zusammenhang mit der Reiskrise der letzten Monate. Wir haben damit in den schwierigsten Wochen vielen unserer christlichen Geschwister in Bucana und Buhangin (Davao City) und in Panansalan in den Bergen helfen können indem wir den bedürftigsten Familien Reis als Nothilfe schenkten. Außer dem konnten wir mit Hilfe der Reisernte von unserem eigenem Reisfeld die Kosten im Rette-ein-Kind Programm niedrig halten, denn das normale Budget hätte nicht gereicht um genügend Reis zum vollen Preis zu kaufen. Mit der anderen Hälfte der Spenden haben wir bei christlichen Reisfarmern in die zukünftige Ernte investiert und werden dadurch Ende September voraussichtlich etwa 500 kg Reis als Gewinnanteil erhalten, welche wir für Rette-ein-Kind und zur Hilfe anderer Bedürftiger Geschwister einsetzen können.
Immerhin ist der Höhepunkt der Preisspirale überwunden, und die Verfügbarkeit von preiswerteren Sorten hat sich verbessert. Eine Zeitlang wurden sogar Lebensmittelkarten ausgegeben, aber mittlerweile sind die Schlangen vor den Regierungsläden nicht mehr so lang. Der Reispreis ist immer noch 50% teurer als vor einem Jahr und insgesamt hat die Armut unter den Ärmsten der Armen im letzten Jahr stark zugenommen, denn zusätzlich zur Reiskrise, sind die Treibstoffpreise fast doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Damit wird auch alles andere teurer.
Genau wie die Korinther den verarmten Gläubigen in Jerusalem in der Not halfen, werden Eure Spenden als Liebesgabe vor dem Herrn empfangen (1Kor. 16:1-3). Die Geschwister sind sehr gesegnet durch Eure Liebesgaben und danken dem Herrn für seine Versorgung in harten Zeiten.
Neue kleine Gemeinde In Tugbok, etwa 20 km außerhalb von Davao City sind wir dabei eine neue kleine Gemeinde zu gründen. Ein kleines Dorf abseits der Hauptstraße, malerisch inmitten der Felder gelegen, hat sich dort für das Evangelium geöffnet. Wir hatten dort schon seit längerer Zeit einen evangelistischen Familienhauskreis und einige Gottesdienste, aber keinen Platz um einen regelmäßigen Sonntagsgottesdienst abhalten zu können.
Der Herr hat den Geschwistern ans Herz gelegt dort eine Gemeinde mit Versammlungsraum zu bauen. Dafür hat uns vor kurzem eine der älteren Frauen ein Teil von ihrem Grundstück zur Verfügung gestellt. Letzte Woche begannen wir dort ein Versammlungszelt aus Bambus und Planen aufzurichten. Heute hatten wir nun in dem halbfertigen Zelt einen gesegneten Sonntagsgottesdienst am Nachmittag, unterstützt von einigen freiwilligen Mitarbeitern aus unsrer Gemeinde in Bucana. Die Freiheit und Freude im Herrn war spürbar und sie waren empfänglich und offen für das Wort Gottes welches wir brachten.
Einer der Männer in Tugbok sagte mir, dass sie schon seit vielen Jahren darauf gehofft hatten, dass dort eine Gemeinde entstehen könnte, aber früher waren die meisten Verwandten noch dagegen. Dieser Mann, ein Ex-Militär, sagte uns seine volle Unterstützung zu und auch, dass wir den Schutz der Reservisten hätten, wenn es einmal Probleme mit den kommunistischen Rebellen geben sollte, die dort im Hinterland aktiv sind. Ich sagte ihm, dass wir keine Angst hätten und auf den Schutz unseres Herrn Jesus vertrauen.
Mindanao Krise & Krieg Seit dem Scheitern des Friedensabkommens, welches am 5. August hätte unterzeichnet werden sollen, ist es in Mindanao zu vielen furchtbaren Angriffen der moslemischen MILF Rebellen auf Zivilisten mit Dutzenden von Toten gekommen. In der letzten Woche haben sich die Kämpfe noch verschärft, seitdem die Regierungssoldaten zurückschlagen.
„Auf der südphilippinischen Insel Mindanao befinden sich etwa 130.000 Christen auf der Flucht. Muslimische Rebellen ziehen über Land und vertreiben christliche Bewohner, plündern Häuser und zünden sie an.“ [aus Idea, 14.8.08] Siehe auch: http://derstandard.at/?url=/?id=1219060265656
Bitte betet: - für diese Situation. Hier in der Stadt sind wie üblich die Sicherheitskontrollen verschärft worden, aber zur Zeit ist Davao City nicht ernsthaft bedroht. Wegen der Sorge um Bombenanschläge werden die Fahrzeuge und Taschen stärker am Eingang der Warenhäuser kontrolliert. Heute wurden wir auf dem Weg zum Sonntagnachmittagsgottesdienst in Tugbok, bei einer Straßensperre die von etwa zehn mit M16 Sturmgewehren bewaffneten Soldaten bemannt war, kurz angehalten und einer visuellen Kontrolle unterzogen.
- betet für Weisheit bei den Regierenden und auch bei den Bewohnern in Mindanao, und dass es schnell wieder einen Waffenstillstand gibt.
Familie Unsere eigenen Kinder haben das erste Quartal in der neuen christlichen Gemeindeschule ‚Soli Deo Gloria‘ erfolgreich bewältigt. Die Umstellung auf die neue Schule viel ihnen leichter als erwartet, und sie haben schnell neue Freunde gewonnen. Timothy war aber vor etwa 2 Wochen schlimm hingefallen und hatte sich den Arm zweifach gebrochen, der jetzt im Kunststoffgips ist.
Bitte betet: - für schnelle Wiederherstellung von Timothy Arm. – und auch für Adela und mich, da wir oft gesundheitlich angegriffen sind.
Grüße und Segen im Herrn, Christian & Adela Wagner
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